Krafttraining

Begriffsbestimmung: Die Formulierung einer präzisen Definition von “Kraft”, welche sowohl die physischen wie auch die psychischen Aspekte erfasst, stellt sich im Gegensatz zur physikalischen als schwierig heraus, da die Arten der Kraft, der Muskelarbeit, der Muskelanspannung bzw. der differenzierte Charakter der Muskelanspannung, außerordentlich vielfältig sind und von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst werden.

Arten der Kraft
Kraft wird primär und prinzipiell stets unter dem Aspekt der allgemeinen und speziellen Kraft betrachtet. Unter der allgemeinen Kraft wird dabei die sportunabhängige Kraft aller beteiligten Muskelgruppen verstanden.
Die spezielle Kraft wird als Kraft für eine bestimmte Sportart typische Manifestationsform, sowie ihr spezielles Muskelkorrelat (d.h. die an einer bestimmten sportlichen Bewegung beteiligten Muskelgruppen) erklärt.
Die Kraft tritt in den verschiedensten Sportarten niemals in einer abstrakten “Reinform”, sondern stets in der Kombination bzw. mehr oder weniger in eine Feinform gebrachte Mischform der konditionellen physischen Leistungsfaktoren auf.

Maximalkraft
ist die höchstmögliche Kraft, die das Nerv- Muskel- System bei maximaler willkürlicher Kontraktion ausüben vermag.
Die Maximalkraft ist von folgenden Komponenten abhängig:
-vom physiologischen Muskelquerschnitt
-von der intermuskulären Koordination (Koordination zwischen den Muskeln die bei einer gegebenen Bewegung zusammenarbeiten),
-von der intramuskulären Koordination (Koordination innerhalb des Muskels).

Schnellkraft
beinhaltet die Fähigkeit des Nerv- Muskelsystems, den Körper, Teile des Körpers  (z.B. Arme, Beine) oder Gegenstände (z.B. Bälle, Kugeln, Speere, Disken etc.) mit maximaler Geschwindigkeit zu bewegen.

Reaktivkraft
ist die Fähigkeit des Organismus aus einer abbremsenden (exzentrischen) Bewegung heraus, in kürzester Zeit einen möglichst hohen konzentrischen Kraftstoß realisieren zu können. (Schmidtbeichler/ Gollhofer 1985, 271)

Kraftausdauer
lässt sich als Ermüdungswiderstandsfähigkeit gegenüber Belastungen größer als 30% des indviduellen isometrischen (haltend, statischen) Kraftmaximums definieren.

Ein ganzheitliches Training ist nur ein umfassendes Training.

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